Montag, 16. Januar 2017

Klaeng - Die Shopping City im Osten Thailands.

Heute haben wir Klaeng, einem Ort im Hinterland von Ban Phe, einen Besuch abgestattet.

Klaeng, nie gehört? Das ist nicht weiter verwunderlich, auch in den Reiseführern wird Klaeng nicht einmal in einer Randnotiz erwähnt. Wir waren also ziemlich überrascht über das geschäftige Treiben in dieser Stadt, vor allem über die schier unendliche Anzahl an Märkten und Geschäften.

Die Straßen sind gesäumt mit den typischen thailändischen Shops: Im Erdgeschoss der eingeschossigen Teakhäuser öffnet sich eine Art Garage, in der man alles mögliche kaufen kann. Meist dienen diese Shops den Besitzern zudem als Wohnzimmer, im ersten Stock befinden sich lediglich die Schlafräume.

 


Auch die obligatorischen Märkte, an denen man von Kleidung über Haushaltswaren bis Schuhe alles erstehen kann, dürfen natürlich nicht fehlen.




Daneben finden sich aber auch Boutiquen, die unseren europäischen Geschäften gleichen und eher ausgewählte Waren anbieten. Angesichts der Unterschiede in der durchschnittlichen Körpergröße der Thai und der Mitteleuropäer, muss man allerdings keinen besonders großen Teil des Urlaubsbudgets für Shopping zur Seite legen. 

Da sind eher schon die Essenstände interessant. Wie überall in Thailand wird auch hier oft gleich vom Motorrad aus verkauft. In diesem Fall gebratene Bananen: 


Das Angebot an Waren ist in Klaeng schier unendlich. Ob Motorräder, Kinderfahrräder, Porträts des Königs, Geschenke für die Mönche, Kleidung, Ventilatoren, Motoren, Messer oder Plastikblumen. Alles gibt es hier. 

Auffallend ist die Aufteilung der Geschäfte: Jede Straße ist einem anderen Thema gewimet. Bietet also ein Geschäft Fahrräder an, dann sicher auch die benachbarten Shops. 






Wir konnten uns kaum losreißen, nur die schwülwarmen Temperaturen haben uns dann doch zurück ans Meer getrieben, wo wir den Tag am Baanboon Petch ausklingen haben lassen. Der Baanboon Petch wird übrigens auch Coca Cola Beach genannt. Als nämlich 2005 die ersten Ausländer dieses hübsche Fleckchen entdeckten, konnten sie die thailändische Schrift nicht entziffern, lediglich ein Coca Cola Werbeschild diente der Orientierung. Die Geburtsstunde des Coca Cola Beach, wo einem neben einem wunderschön blauen Meer Süßwasserduschen, Liegen, Sonnenschirme, köstliches Essen und Wifi erwarten. 





Auch abends haben wir uns gegen ein Restaurant und für das Essen am Markt entschieden. Von den verschiedensten Ständen schafft jeder heran, was er ansprechend findet und auf einem Picknicktisch wird dann fürstlich diniert. Heute köstlich mariniertes Grillhuhn, die typischen thailändischen Würste am Spieß, Mangosalat, ein gegrillter Fisch, Salathäppchen in Maki-Form, (schwarze) Palatschinken und ein paar andere Dinge, die zwar sehr gut geschmeckt haben, für die es aber beim besten Willen keine deutsche Übersetzung gibt.





Jetzt genießen wir einen Mojito auf der Terrasse, den Blick aufs Meer und angenehme 27 Grad...



Sonntag, 15. Januar 2017

Trat - Das Schlaraffenland liegt kurz vor der kambodschanischen Grenze.

Die wenigsten Touristen nehmen die lange Fahrt in den südöstlichsten Süden Thailands auf sich, um der Provinz Trat und der gleichnamigen Provinzhauptstadt einen Besuch abzustatten. Das Hauptziel ist meist die Insel Koh Chang oder gar Kambodscha, das nur wenige Kilometer hinter der Stadt Trat beginnt.

Gut für uns, so hatten wir die Möglichkeit, einen der schönsten und buntesten Märkte Thailands zu genießen ohne einem einzigen anderen europäischen Gesicht zu begegnen. Im Zentrum der Stadt gelegen, ist die riesige und verwinkelte Markthalle praktisch nicht zu verfehlen.




Die Gegend um Trat ist nicht nur reich an Edelsteinminen, auch der Obstanbau spielt eine bedeutende wirtschaftliche Rolle. Das spiegelt sich auch im Angebot am Markt wieder. Wahrscheinlich könnte man ohne weiteres einen ganzen Nachmittag damit verbringen, das bunte Angebot an für uns weitestgehend unbekannten Früchten und Lebensmitteln zu bestaunen. 








Nicht nur Lebensmittel (oftmals in den hier typischen kleinen Portionssäckchen aus durchsichtigem Plastik) werden angeboten, sondern auch vor Ort genähte Kleidung, die in Thailand so beliebten Lotterielose, Schuhe und diverse Haushaltsartikel. 



Was das Essen anbelangt, lohnt es sich, sich einfach mal "drüber zu trauen". Manchmal geht es halt schief, so wie in diesem Fall, als sich vermeinlich süße Früchte als in Essig eingeleges Gemüse entpuppten: 


Wenigstens die Marktfrauen hatten ihren Spaß :)

Wir wurden jedoch noch gründlich entschädigt mit einem umfangreichen Picknick aus gegrilltem Fisch, Hühnerspießchen, zuckersüßer Ananas, irgendeinem wohlschmeckenden in Bananenblättern verpackten Etwas und vielen anderen Leckereien. 





An den Markt schließt auch noch ein sogenannter Nachtmarkt an, der erst abends öffnet und wo vor allem Essen verkauft wird. Hungrig verlässt man Trat also definitiv nicht. 

Eine weitere bedeutende Sehenswürdigkeit ist der Wat Plai Khlong, etwa zwei Kilometer westlich des Zentrum. Es handelt sich dabei um eine 350 Jahre alte, liebevoll angelegte Tempelanlage, die jedenfalls einen Besuch wert ist.






Die spitzen Bauten stellen Grabmäler dar; sie beinhalten Urnen: 


In diese Hütten ziehen sich die Mönche zurück um zu lesen, zu meditieren und sich in Einsamkeit zu üben:


Uns fällt es regelmäßig schwer, uns in den Tempelanlagen zurecht zu finden und den Hintergrund der verschiedensten Bauwerken und Statuen zu verstehen. Glücklicherweise gibt uns meine geduldige Schwägerin Youn stets Auskunft, wenn wir sie mit Fragen bombadieren. Aber nicht nur sie, die Thais schätzen es offensichtlich im Allgemeinen sehr, wenn man sich mit ihrer Religion auseinandersetzen möchte. Geduldig, ohne jeglichen belehrenden Unterton und notfalls in Zeichensprache bringen sie einem gerne das richtige Gebet bei. 

Schlussendlich haben wir allerdings doch noch eine Szenerie entdeckt, die uns gar nicht so fremd vorkam :)


Inzwischen sind wir wieder nach Ban Phe zurückgekehrt. Aus dem Urlaub vom Urlaub sozusagen ;) 

Mit einer schönen Bootsfahrt haben wir uns darüber hinweggetröstet. Dazu aber demnächst mehr...

Freitag, 13. Januar 2017

Koh Chang - Die (un)bekannte Elefanteninsel.

Koh Chang ist eine der südöstlichsten Inseln Thailands. Der Name ist auf die Form der Insel zurück zu führen, die im Entfernten an einen Elefantenkopf erinnert. Aber natürlich gibt es hier auch Elefanten, sonst wäre es nicht Thailand.



Koh Chang ist die zweitgrößte Insel Thailands (nach Phuket), war aber bis vor wenigen Jahrzehnten nicht besiedelt und bis vor wenigen Jahren touristisch nicht erschlossen. Bedingt durch die Nähe zu Kambodscha war die Insel zur Zeit der Roten Khmer ein Rückzugsgebiet für Piraten, also wahrscheinlich kein sehr beschaulicher Ort.  

Erst in den 1990er Jahren kehrte das einstige Militärsperrgebiet auf die Landkarten zurück. Seit 1996 ist die Insel ans Stromnetz angeschlossen, bald darauf folgten die Touristen. Anfangs noch ein Rucksacktouristenziel, verleitete ein tsunamibedingtes Sicherheitsbedürfnis ab 2004 zunehmend mehr Touristen, ihren Urlaub doch auf Koh Chang statt auf Phuket zu verbringen. In der Folge wuchsen Resorts und Supermärkte aus dem Boden, weshalb der einstige Geheimtipp jetzt eigentlich keiner mehr ist. Wahrscheinlich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich auch Koh Chang in eine austauschbare Partytourismus-Insel verwandelt hat. 

Ein Grund mehr für uns, der Insel jetzt noch einen Besuch abzustatten. Mit der Autofähre dauert eine Überfahrt kurzweilige 45 Minuten. 
 


Schon von weitem stechen die bewaldeten Berge ins Auge. Das Innere der Insel ist von dichtem Regenwald überwuchert. Immerhin diese Besonderheit wird Koh Chang stets von Phuket und Co. unterscheiden.


Vom Fährhafen im Norden der Insel führt jeweils eine Straße auf der Ostseite und eine auf der Westseite Richtung Süden. Um die Ringstraße im Süden zu einer solche zu vervollständigen, fehlen jedoch (noch?) einige Straßenkilometer.

Wir haben uns auf der touristischeren Westseite bis ganz in den Süden durchgeschlagen. Ein Auf und Ab auf den steilsten Straßen, die ich je gesehen habe, am Ende nur noch auf engen Sandpisten... aber im Endeffekt haben sich die Mühen gelohnt.









Bis hierher haben es die Ballermanntouristen noch nicht geschafft. An diesem entlegenen paradiesischen Ort reihen sich lediglich eine Handvoll einfache Bungalows und Strandbars aneinander.





Es gibt Thaimassagen...


einen Mini-Supermarkt, in dem man sich von der netten Eigentümerin auch bekochen lassen kann, ...




... und natürlich Meer, Liegestühle und Cocktails...


Kurz, alles, was man braucht, um die Seele baumeln zu lassen.

Nach einem Tag der Entspannung haben wir am nächsten Tag zumindest einen kleinen Teil der Insel erkundet. Aufgrund der schon geschilderten besonderen Straßenverhältnissen sollte man kein zu straffes Tagesprogramm einplanen.

Das Inselinnere lockt mit seinem satten grünen Regenwald. Ein schöner und relativ einfach zu erreichender Ort ist der Wasserfall Khlong Plu im gleichnamigen Nationalpark.


Nach einer kleinen entspannten Wanderung erreicht man dieses wunderschöne Fleckchen. Kühles Süßwasser lädt zum Baden ein. Allerdings nur für geübte Schwimmer, das Wasser ist tief und schwarz.




Ein Tipp zum Schluss, der im Übrigen für Thailand generell gilt: In Sachen Essensqualität gibt es keinen Zusammenhang zwischen Preis und Geschmack. In den schönsten Resorts schmeckt das Essen oft etwas langweilig, während man in den berühmten Garküchen zum denkbar geringsten Preis wie im Schlaraffenland schlemmen kann.





Heute sind wir wieder aufs Festland zurück gekehrt und haben Trat einen Besuch abgestattet. Davon aber das nächste Mal mehr. Nur soviel: Es wird kulinarisch :)

Gute Nacht aus Thailand!